Allerheiligen

Der katholische Feiertag “Allerheiligen” findet jedes Jahr am 1. November statt. Wie es der Name schon andeutet, ist dieser Feiertag allen Heiligen gewidmet. Der zurückgetretene Papst Benedikt XVI definierte den Feiertag wie folgt:

"Am Fest Allerheiligen blicken wir voll Dankbarkeit auf die große Schar der Gläubigen, die schon im Himmel an der Herrlichkeit Gottes Anteil haben. Wir alle sind berufen, auf dem Weg der Seligpreisungen Christus nachzufolgen, der uns in die ewige Heimat führen will. Dabei helfen uns die Heiligen durch ihr Vorbild und mit ihrer Fürsprache."

In der katholischen Kirche ist es ein Brauch an Allerheiligen und an dem darauffolgenden Feiertag Allerseelen, die Gräber der Verwandten und Bekannten zu besuchen und die Gräber mit Lichtern zu schmücken. Nach Allerheiligen ist der 2. November nämlich der Feiertag Allerseelen der Gedenktag aller Verstorbenen.  

Weltgeschichte an Allerheiligen

Der Reformationstag und Allerheiligen hängen eng miteinander zusammen, denn an Allerheiligen 1517 schlug Martin Luther bekanntlich seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche, um vor allem gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche zu protestieren und eine Reformation, also eine Neuaufstellung dieser Kirche herbeizuführen. Das Ergebnis seiner Bemühungen kennen wir alle: Seitdem gibt es zwei christliche Kirchen, die katholische und die evangelisch-lutherische.

Das Fest Allerheiligen

Die Ursprünge des Festes Allerheiligen stammen aus dem Jahre 609, als das römische Pantheon geweiht wurde. Der heute übliche Novembertag ist das Ergebnis von Terminverschiebungen durch die Päpste, ursprünglich wurde im Mai gefeiert. Es wird an diesem Tag an alle Heiligen der Katholischen Kirche gedacht, ebenso an alle Heiligen, die niemand außer Gott kennt - gerade dieser Punkt ist ein schöner Gedanke, auch für Nichtkatholische und sogar für nichtreligiöse Menschen.

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