Sich Zeit nehmen: In schwierigen Zeiten

Welches ist der beste Gott? Der Gott jenseits der Religionen. So formulierte es sehr schön Annette Bassler von der Evangelischen Kirche in Mainz am Dienstag, den 17. Februar 2015, in den SWR3 Gedanken. Ein Sachverhalt, den wir jedoch angesichts der pausenlosen Gräueltaten weltweit oft bezweifeln möchten.

Gerade erst mussten wir die Nachricht verkraften, dass 21 Christen enthauptet wurden. An anderer Stelle wurde ein jüdischer Wachmann erschossen, außerdem ein Filmemacher, der an einer Podiumsdiskussion über Toleranz beteiligt war - es ging nicht direkt gegen ihn, sondern gegen den Anlass, es hätte auch jeden Anderen an diesem Ort treffen können.

Historiker wissen, dass solche Zeiten, wie wir sie seit einigen Jahren verstärkt erleben, natürlich Einfluss auf die Geschichte haben, dass sich aber nichts Grundsätzliches ändern wird. Die Welt wird in Dutzenden von Jahren, in Jahrhunderten und vielleicht für alle Zeit, die die Menschheit auf ihr wohnen wird, immer noch unter Verfolgung und Krieg aus religiösen Gründen leiden. Es gibt angesichts der bisherigen historischen Erfahrungen leider überhaupt keinen Grund, etwas Anderes anzunehmen. Dass sich zudem mancher Krieg aus ökonomisch-politischen Gründen entwickeln wird, steht auf einem ganz anderen Blatt und ist, historisch gesehen, eine noch ältere Tatsache.

Eigene Lösungen finden

Was kann der Einzelne tun? Wir können einer Organisation wie Open Doors, die sich in über 50 Ländern für verfolgte Christen einsetzt, Geld spenden. Wir können beten. Wir können vor allem in unserem engsten Umfeld darauf achten, keine Missetaten an unserem Nächsten zu begehen, und uns zusätzlich ehrenamtlich engagieren. Damit wäre schon einiges getan, auch wenn wir das weltweite Leid damit nicht ausräumen werden.

Die (Nächsten-)Liebe ist das wertvollste Gut neben Glaube und unverzichtbarer Hoffnung. Wer stark im Glauben ist, sollte seinerseits nicht fanatisch und engherzig werden - es gibt nichts Schlimmeres, als einerseits in die Kirche zu gehen und zu beten, andererseits zu Hause Partner und Kinder schlecht zu behandeln, mit den Nachbarn zu händeln, die Familie zu missachten und Freunde vor den Kopf zu stoßen. Lüge und Betrug, ob dem Einzelnen oder Institutionen gegenüber, sollten zuerst aus unserem eigenen Leben verschwinden, bevor wir verlangen, dass Andere damit aufhören. „Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“: Das wäre ein erster guter Schritt.

Zuwendung schenken

Wie wäre es mit dem Vorsatz, den Menschen, die wir lieben, gelegentlich eine Postkarte zu schreiben? Wer sagt, er habe keine Zeit, formuliert es falsch: Er setzt seine Prioritäten anders und hat schlicht kein Interesse an diesen fünf Minuten - denn mehr sind es kaum. Dabei wären sie wichtig. Wer will, findet die Zeit: fünf Minuten früher aufstehen; die Werbepause des Fußballspiels oder eines Films nutzen; den Mittagsschlaf um fünf Minuten verkürzen, ebenso die Shoppingtour ... Wir sind so sehr beschäftigt mit den scheinbar unglaublich wichtigen Dingen, dass die auf lange Sicht unverzichtbaren Halteseile unserer Beziehungen darunter leiden. Am Ende unseres Lebens sind sie aber unser einziger Trost.

Eine Postkarte, wie sie auf www.religioese-geschenke.de zu finden ist, muss keinen Anlass haben. Schreiben Sie einfach liebe Grüße und vielleicht ein „... lange nichts gehört ...“; unterbreiten Sie einen Vorschlag für ein Essen, einen Kinobesuch oder ein Treffen in der Kneipe um die Ecke; vielleicht auch für ein langes Telefonat. Es fühlt sich anders an, eine Karte mit Umschlag abzuschicken, als eine schnelle Mail zu schreiben. Diese Briefkarte kostet nur wenige Cent. Ein weiteres Argument, unbedingt zu schreiben.

Wem schreiben Sie zuerst? Schenken Sie den Menschen mit ihren Worten Freude und eine kleine Kraftquelle. Wenn gerade ein Geburtstag oder ein anderes Familienfest ins Haus steht: umso besser! Manche Karten enthalten kleine Geschenke als Mehrwert. Wie wäre es beispielsweise mit einer Tee- oder Kaffeekarte?

Günstige Staffelpreise sorgen bei zahlreichen Karten für eine deutliche Ersparnis. 

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