Geschichte der Krippe - Von ihrer Entstehung bis zur heutigen Zeit

Adventszeit ist auch Krippenzeit. Keine Stadt und kaum ein Dorf, ob evangelisch oder katholisch, kommt ohne diese lieblichen Szenenbilder aus, die anschaulich vor Augen führen, wie sich das Wunder der Heiligen Nacht zugetragen hat: der Engel, der Maria die bevorstehende Geburt verkündet; die Hirten auf dem Felde mit ihren Schafen, die kaum wissen, wie ihnen bei der Mitteilung über die Geburt geschieht; die drei Weisen aus dem Morgenlande, die von weit her anreisen und die Kostbarkeiten der damaligen Zeit (Gold, Weihrauch und Myrrhe) dem Jesuskind zu Füßen legen. Dieser Ablauf wird in vielen Krippen über die Adventszeit in wechselnden Szenen erzählt, sodass sich immer wieder ein Besuch an der Krippe lohnt.

Der Krippenreichtum

Krippen stehen in Kirchen und Schaukästen auf Weihnachtsmärkten, sie werden als sogenannte lebende Krippen (beispielsweise mit lebendigen Schafen) und als große Standkrippen auf freien Plätzen einer Stadt gezeigt. Mancherorts gibt es Krippenwege wie im fränkischen Bamberg oder in der Rheinstadt Köln, außerdem locken Krippenmuseen wie in Bochum, München oder Oberstadion.

In Gutenzell steht eine der bekanntesten Krippen weltweit, bei der die Figuren in herrliche Brokatstoffe gekleidet sind. Ansonsten steht Italien für das Land der berühmtesten Krippenschnitzer. Hier finden sich unter anderem die Krippen Neapels, die bis heute mit Figuren der Commedia dell'arte arbeiten: ein Motiv, das in Europa Schule machte. Allerdings gefiel dies den österreichischen Habsburgern nicht. Auf ihr Verbot hin wanderten die Krippen aus dem öffentlichen Raum in die Wohnhäuser. Heute finden wir glücklicherweise Krippen privater wie öffentlicher Natur.

Die Anfänge

Die Krippenkunst begann mit dem Jesuskind in der Futterkrippe, die sich als Bibelbeschreibung nur bei dem Evangelisten Lukas findet. Ochs' und Esel stehen dem Kind zur Seite. Dem Heiligen Franziskus wird die liebevolle szenische Krippendarstellung zugeschrieben. Er stellte Lebendkrippen mit Tieren und menschlichen Darstellern vor. Erst 1562 initiierten die Jesuiten in Prag eine Figurenkrippe in unserem heutigen Sinne. Dass das Mittelalter als Hochzeit der Marienverehrung die Mutter an die Seite ihres göttlichen Kindes stellte, ist nicht weiter verwunderlich. Jesus' Vater war dagegen eine der spätesten Krippenfiguren.

Szenen mit vielen Figuren und reichlich Zubehör

Heute kennen wir unzählige Varianten der Krippen, die sich winzig klein oder mit lebensgroßen Figuren ebenso zeigen wie mit einer mehr oder weniger intensiven Ausstattung. Das beginnt bereits bei den Materialien - beispielsweise Holz, Kunststoff, Speckstein oder Kunstharz - und setzt sich fort in Stil und Ausprägung der Figuren, der Farben und des Zubehörs. Nicht selten werden dieselben Figuren sowohl in Natur wie in Farbe angeboten, manche sind lackiert, andere glasiert, wieder andere gänzlich unbehandelt. Auch gibt es vom Stern von Bethlehem bis zum Brunnen mit echtem Wasserfluss oder Lagerfeuern mit Beleuchtung wunderschöne Zusatzteile, die die Krippe zu einem optischen Erlebnis werden lassen.

Nicht nur in den Kirchen der Stadt werden auf diese Weise ganze Geschichten erzählt - ein Blickfang für Jung und Alt. Sogar Elefanten und Dromedare, Kameltreiber und Hunde, Dorfbevölkerung und königliche Diener tummeln sich in den unterschiedlichen Szenen. Auf den Seiten von religioese-geschenke.de zeigen wir Ihnen die ganze Vielfalt unserer Krippenwelten, darunter Produkte aus berühmten Familienbetrieben, die beispielsweise im Grödnertal in Südtirol arbeiten.

Eine Sammelleidenschaft

 Für viele Krippen besteht eine Nachkaufgarantie auf Jahre hinaus - ein Tipp für Sammler beziehungsweise für Menschen, die dem Sammler eine Freude machen möchten: Es gibt immer eine neue Figur, ein Tier oder ein Kleinteil als Zubehör, das noch fehlt, denn viele Krippen wachsen mit den Jahren; die Schnitzer ergänzen die unterschiedlichen Krippenserien immer wieder durch weitere Produkte.

Für Kinder sind umfangreiche Krippen besonders schön. Wenn Sie die Weihnachtsgeschichte neben der Krippe erzählen, erfahren Sie durch die leuchtenden Augen des Nachwuchses, wie aktuell das Thema Weihnachten abseits des reinen Konsumgeschehens auch heute noch ist. 

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.