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- Schutzengel & Teelicht-Ständer
- Möglichkeit, ein Teelicht auf dem Engel abzustellen
- Material: Keramik
- Höhe: 11 cm
- Geschichte des Nach-Weihnachtsengels
Als ich dieses Jahr meine Krippe und die fünf Weihnachtsengel wieder einpackte, behielt ich den letzten in der Hand. "Du bleibst", sagt ich. "Ich brauche ein bisschen Weihnachtsfreude für das ganze Jahr." "Da hast du aber Glück gehabt", sagt er. "Wieso?" fragte ich ihn. "Na, ich bin doch der einzige Engel, der reden kann." "Stimmt!" Erst jetzt fiel es mir auf: ein Engel, der reden kann? Da hatte ich wirklich Glück gehabt. "Wieso kannst du eigentlich reden? Das gibt es doch gar nicht!" "Das ist so: Nur wenn jemand nach Weihnachten einen Engel zurückbehält, nicht aus Versehen oder weil er sich nichts dabei gedacht hat, sondern wegen der Weihnachtsfreude - wie bei dir, dann können wir reden. Aber es kommt ziemlich selten vor. Übrigens, ich heiße Heinrich." "Heinrich? Bist du denn ein Junge? Du hast doch ein Kleid an." "Das ist eine Modefrage. Hast du schon einmal einen Engel in Hosen gesehen? - Na also." Seitdem steht Heinrich in meinem Wohnzimmer im Regal. In seinen Händen trägt er einen Papierkorb, oder vielmehr eine Schale. Ich dachte erst, es sei nur ein Kerzenhalter; aber da hatte ich mich geirrt, wie ihr gleich sehen werdet. Heinrich steht gewöhnlich still an seinem Platz, aber wenn ich mich über irgend etwas ärgere, hält er mir seine Schale hin und sagt: "Wirf rein!" Ich werfe meinen Ärger hinein - weg ist er! Manchmal ist es ein kleiner Ärger, z.B. wenn ich meine Brille verlegt habe oder meinen Hausschlüssel nicht finde. Es kann aber auch ein großer Ärger sein oder Not oder Schmerz, mit dem ich nicht fertig werde, z.B. als meine Nachbarn erfahren mussten, dass ihr kleines Mädchen an einer unheilbaren Krankheit leidet. Wie soll ich da helfen? Wie soll ich da trösten? Ich wusste es nicht. "Wirf rein!" sagte Heinrich, und ich warf den Kummer in seine Schale. Eines Tages fiel mir auf, dass Heinrichs Schale immer gleich leer war. "Wohin trägst du alles?" "In die Krippe", sagte er. "Ist denn da so viel Platz?" Heinrich lachte. "Pass auf" In der Krippe liegt ein Kind, das ist noch viel kleiner als die Krippe und sein Herz ist noch viel kleiner." Er nahm seine Schale unter den linken Arm und zeigte mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand wie klein. "Denn deinen Kummer lege ich in Wahrheit gar nicht in die Krippe, sondern in das Herz des Kindes. Verstehst du das?" Ich dachte lange nach. "Das ist schwer zu verstehen, und trotzdem freue ich mich. Komisch was?" Heinrich runzelte die Stirn, "das ist gar nicht komisch, sondern die Weihnachtsfreude, verstanden?" Auf einmal wollte ich Heinrich noch vieles fragen, aber er legte den Finger auf den Mund. "Psst!" sagte er. "Nicht reden! Freuen"
Behalte doch auch einmal einen Engel zurück. - Wegen der Weihnachtsfreude. Sei ganz still und spitz die Ohren, dann hörst du´s: "Wirf rein!"
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